Rahmenplan als Meilenstein der Entwicklung

Die Ray Barracks eignen sich ideal um ein lebendiges Quartier mit einer guten Mischung aus Wohnen, Wirtschafts- und Freiflächen zu schaffen. Mit dem Beschluss des Rahmenplans 2020 soll nun ein zentraler Meilenstein erreicht werden – und das unter intensiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger mit der Online-Beteiligung!

Der Rahmenplan wird also ein Ergebnis des Planungsprozesses sein, in dem unter Beteiligung der Eigentümerin BImA, der Bürgerinnen und Bürger, lokaler Experten und der Akteure aus Stadtpolitik und Verwaltung die Entwicklungsziele formuliert und im vorliegenden Plan konkretisiert werden.

Welche Aufgaben hat der Rahmenplan?

Der Rahmenplan soll den konsensfähigen Orientierungsrahmen für die zukünftige Entwicklung des Quartiers darstellen. Hier werden zu den zentralen The­men der Stadtentwicklung Ziele formuliert und Festlegungen getroffen, die gewissermaßen als „Regieanweisung“ für die spätere Umsetzung von Einzel­maßnahmen dienen sollen. Mit dem Beschluss durch die Friedberger Stadtverordnetenversammlung noch in diesem Jahr soll der Rahmenplan politisch legitimiert werden.

Zum Rahmenplanentwurf gelangen Sie hier.

Als integrierte Planung beinhaltet der Rahmenplanentwurf Aussagen zu folgenden Themenbereichen:

Grünordnung:


Nutzungsverteilung:


Nutzungssynergien:


Verkehr - Mobilität:


Zum Rahmenplanentwurf gelangen Sie hier.

Der Rahmenplan stellt damit eine konzeptionelle Zwischenstufe dar, bevor es mit den Entwürfen für Bebauungspläne für Teilbe­reiche der Konversionsfläche weitergeht. Auch bei der verbindlichen Bauleitplanung wird es wieder umfassende Möglichkeiten der Beteiligung für die Bürger*innen geben.

Im Rahmenplan werden die allgemeinen Ziele der Planung schon ausrei­chend dargestellt, die Planung bleibt aber gleich­zeitig noch flexibel:

  • Dieser Rahmenplan stellt als Basis für weitere Planungen den ersten Schritt auf dem Weg zur Schaffung von Baurecht dar.
  • Dieser Rahmenplan ist die Grundlage der Wertermittlung für den Erwerb des Areals im Rahmen des Erstzugriffsrechts für Kom­munen von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben durch die Stadt Friedberg.
  • Dieser Rahmenplan zeigt die städtischen Zielvorgaben auf, die die Stadt bei der Weiterveräußerung von Teilflächen verfolgt und ist somit auch die Basis für Ver­handlungen mit potenziellen Investoren.
Inhalte des Rahmenplans

Das Kasernenareal soll zu einem gemischt genutzten Stadtquartier mit dem Schwerpunkt bezahlbares Wohnen entwickelt werden. Der Rahmenplan entspricht dabei den Zielen einer nachhaltigen Stadtplanung und ermöglicht eine behutsame und abschnittsweise Stadtquartiersentwicklung.

Konkrete Ziele sind unter anderem:

  • Die Schaffung eines vielfältig gemischten und lebendigen Quartiers mit guter Lebensqualität.
  • Die Schaffung eines ausreichenden Wohnangebotes für unterschiedliche Nutzer- und soziale Gruppen, das vielfältige Wohnformen berücksichtigt und preiswerten Wohnraum ermöglicht.
  • Die Stadt der kurzen Wege mit einem zukunftsweisenden Mobilitätskonzept.
  • Die Schaffung von hochwertigen unversiegelten Freiflächen, die mit dem unmittelbaren Wohnumfeld vernetzt werden.
  • Die Schaffung von identitätsprägenden öffentlichen Räumen.
  • Die Förderung zur Ansiedlung wissenschaftsnaher Wirtschaftseinrichtungen und die Bereitstellung von Wirtschaftsflächen für eine zukunftsorientierte Entwicklung.

Der Rahmenplan unterscheidet vier grundsätzliche Nutzungsarten für die Flächen: Wohnen, Gewerbe, Gemeinbedarf und Grün-/Freianlagen. Innerhalb dieser Teilflächen können die Nutzungsarten ausdifferenziert werden, um dem Anspruch der Nutzungsmischung sowohl im Gebiet insgesamt, als auch auf einzelnen Teilflächen gerecht zu werden. Der nordwestliche Teil des Areals steht größtenteils unter Denkmalschutz und wird bestandsorientiert entwickelt.

Für die Zuordnung der Nutzungsarten zu den einzelnen Flächen sind folgende Kriterien maßgeblich:

  • Vorprägung und Eignung des Bestands
  • Anforderungen/Restriktionen aus der Umgebung
  • Entwicklungspotenzial
  • Eignung der Baulichkeiten
  • Lage und Erschließung
  • Bedarf

Die flächige Darstellung unterschiedlicher Bau- beziehungsweise Entwicklungsfelder trifft eine erste Aussage zur ‚Körnung’ und Maßstäblichkeit des Quartiers. Darüber hinaus definieren die Entwicklungsfelder strategische Linien, die die Wegebeziehung und damit die Vernetzung im Quartier fördern. Viele Fragen und Anregungen werden daher auch erst im weiteren Verlauf des Planungsprozesses geklärt werden können. Beispielsweise kann über die konkrete Architektur von Neubauten genauso wie über die genaue Verortung und Umsetzbarkeit, z.B. einer Minigolfanlage, erst später entschieden werden.

Vorschlagsweise verortet sind im Rahmenplanentwurf bereits der Campus der Technischen Hochschule Mittelhessen und ein neuer Feuerwehrstützpunkt, Flächen für Verwaltungsgebäude des Wetteraukreises und andere gewerbliche Nutzungen, Bauhof, Grundschule, Sporthalle, Stadthalle, Elvis-Museum, Hotels, zwei Kindertagesstätten und Einzelhandel. Dazwischen sind großzügige Grünzüge und die erforderlichen Regenrückhaltebecken geplant. Hiermit soll den stadtklimatischen Bedürfnissen Rechnung getragen und eine größer Naherholungs-/Aufenthaltsqualität im Gebiet geschaffen werden.